Stottern betrifft etwa ein Prozent der erwachsenen Bevölkerung und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Die gute Nachricht: Auch im Erwachsenenalter ist eine erfolgreiche Therapie möglich.
Was ist Stottern?
Stottern ist eine Redeflussstörung, die sich durch unfreiwillige Wiederholungen, Dehnungen oder Blockaden von Lauten, Silben oder Wörtern äußert. Oft begleitet von körperlichen Mitbewegungen und starker emotionaler Belastung, kann Stottern das Selbstbewusstsein und die soziale Interaktion stark beeinflussen.
Ursachen des Stotterns
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, aber es handelt sich um ein multifaktorielles Geschehen:
- Genetische Veranlagung spielt eine wichtige Rolle
- Neurologische Faktoren beeinflussen die Sprachverarbeitung
- Entwicklungsbedingte Faktoren in der Kindheit
- Umweltfaktoren können den Verlauf beeinflussen
Moderne Therapieansätze
Für erwachsene Stotterer gibt es verschiedene evidenzbasierte Therapiemethoden:
Fluency Shaping
Bei dieser Methode lernen Betroffene, ihre Sprechweise grundlegend zu verändern. Durch weichen Stimmeinsatz, verlangsamtes Sprechtempo und fließende Übergänge zwischen Lauten wird ein flüssigeres Sprechen angestrebt.
Stottermodifikation
Dieser Ansatz zielt nicht primär auf flüssiges Sprechen ab, sondern darauf, entspannter und offener mit dem Stottern umzugehen. Betroffene lernen, Stotterereignisse zu modifizieren und die begleitende Anspannung zu reduzieren.
Integrierte Ansätze
Moderne Therapien kombinieren oft beide Methoden und berücksichtigen auch psychologische Aspekte wie Sprechangst, Vermeidungsverhalten und Selbstakzeptanz.
Was können Sie selbst tun?
- Akzeptieren Sie Ihr Stottern als Teil von Ihnen
- Vermeiden Sie keine Sprechsituationen
- Sprechen Sie offen über Ihr Stottern
- Suchen Sie sich professionelle Unterstützung
- Vernetzen Sie sich mit anderen Betroffenen
Der Weg zur Therapie
Der erste Schritt ist oft der schwierigste. In unserer Praxis bieten wir eine ausführliche Diagnostik und erstellen gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Therapieplan. Wichtig ist: Es ist nie zu spät, an seinem Sprechen zu arbeiten.
Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch. Gemeinsam finden wir den für Sie passenden Therapieansatz.